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Angebotene Seminare
- Die Bewertung von
Prüfungsleistungen
- Merkmale, Durchführung, Gestaltung
und Bewertung mündlicher Prüfungen
- Handlungsorientiert prüfen – Die
Umsetzung der neuen Prüfungsanforderungen
- Merkmale,Durchführung und Bewertung
des Fachgesprächs
- Verstehen und verstanden werden –
Verbesserung der Kommunikation in der Prüfung
- Berufs und Arbeitspädagogik – Die
Umsetzung der neuen AEVO/ AMVO
1. Die
Bewertung von Prüfungsleistungen
Für den Prüfungskandidaten, ganz gleich ob in der
Abschluss- oder der Fortbildungsprüfung, hängt vom
Ergebnis der Prüfung meist die weitere berufliche
Zukunft ab. Ob in einer schriftlichen, einer
mündlichen oder einer praktischen Prüfung, die Bewertung
einer Prüfungsleistung ist stets von subjektiven
Faktoren geprägt. Sympathie oder Antipathie der
beteiligten Personen zueinander, Vorlieben des Prüfers,
die Aufgabenstellung, die Beeinflussung durch
festgefahrene Erwartungen oder ganz einfach die
Tagesform prägen das Zustandekommen einer Beurteilung.
Bewertungen können niemals rein objektiven Maßstäben
folgen, aber es ist möglich, subjektive Faktoren zu
erkennen und weitestgehend zu unterdrücken. In
diesem Seminar werden unter Berücksichtigung der
spezifischen Berufsgruppen Möglichkeiten aufgezeigt und
erarbeitet, die den Prüfungsausschüssen helfen sollen,
eine gerechte und eindeutige Bewertung vorzunehmen, die
nicht zuletzt auch der rechtlichen Überprüfung
standhält.
Seminarschwerpunkte:
- Die Funktion der Bewertung
- Die Festlegung von Bewertungskriterien
- Beurteilungsfehler
- Bewertungssysteme im Vergleich
- Übungen
Dauer der Veranstaltung: 1 Tag
Teilnehmerzahl: 15-20
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2.
Durchführung, Gestaltung und Bewertung mündlicher
Prüfungen
In keinem Prüfungsteil hat der subjektive Aspekt
einen stärkeren Anteil, sind die Verhaltensweisen des
Prüflings weniger messbar. Beim direkten Kontakt
zwischen Prüfer und Prüfling ist eine hoher Anteil
emotionaler Komponenten im Spiel. Dies birgt Gefahren,
aber auch Chancen. Ziel des Seminars ist es, eigene,
teilweise durch jahrelange Routine festgefahrene
Verhaltensweisen zu reflektieren und gemeinsam mit den
Prüferkollegen zu diskutieren. Im Weiteren sollen
neue Formen einer komplexen Aufgabenstellung erprobt und
die entsprechenden Bewertungskriterien vorgestellt und
diskutiert werden, die über das Abfragen von isoliertem
Einzelwissen hinausgehen. In Rollenspielen werden
mündliche Prüfungen simuliert, um so Rückmeldungen über
die Wirkung des eigenen Verhaltens zu erhalten.
Seminarschwerpunkte:
- Rahmenbedingungen der
Prüfung
(Wartebereich/Prüfungsraum/Sitzordnung)
- Die Eröffnung der Prüfung und der Umgang mit der
Prüfungsangst
- Grundregeln der Körpersprache und Mimik und ihr
Einfluss auf den Prüfungsverlauf
- Von der Prüfungsfrage zum Prüfungsgespräch
- Die Bewertung mündlicher Prüfungsleistungen
- Praktische Übungen zur mündlichen Prüfung
(Rollenspiele)
Dauer der Veranstaltung: 1 - 2 Tage
Teilnehmerzahl: 15-20
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3.
Handlungsorientiert prüfen – Die Umsetzung der neuen
Prüfungsanforderungen
Zahlreiche Ausbildungsberufe im Handwerk sind in den
vergangene Jahren zugunsten einer stark
handlungsorientierten Struktur neu geordnet worden. Im
Mittelpunkt steht die Vermittlung einer umfassenden
beruflichen Handlungskompetenz, die neben den
fachspezifischen Lerninhalten auch verstärkt
fachübergreifende Qualifikationen beinhaltet. Daraus
ergeben sich zwangsläufig auch Konsequenzen für die
jeweiligen Prüfungen, in denen der Prüfling nachweisen
muss, dass er zu einer qualifizierten beruflichen
Tätigkeit befähigt ist, die insbesondere selbständiges
Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt.
Folglich müssen praxisrelevante, komplexe berufliche
Zusammenhänge Gegenstand der Prüfung werden. Bei
teilweise erheblich verlängerten praktischen
Prüfungsteilen kommt dem anschließenden bzw. auch
integriertem Fachgespräch als kontrollierendem Teil eine
zentrale Bedeutung zu. Prüflinge und Prüfer stehen hier
vor einer neuen Herausforderungen. Die Prüflinge müssen
im Rahmen der Ausbildung darauf vorbereitet werden und
Prüfer müssen sich mit der Gestaltung und Bewertung
auseinandersetzen.
Seminarschwerpunkte:
- Begriffe Handlung und Handlungskompetenz
- Aufgabentypen in der handlungsorientierten
schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung
- Die Gestaltung und Bewertung des Fachgesprächs
- Die Bewertung von Prüfungsleistungen
- Organisation und Gestaltung der Prüfung
Dauer der Veranstaltung: 1–2 Tage
Teilnehmerzahl: 15–20
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4. Merkmale,
Durchführung und Bewertung des
Fachgesprächs
Zentraler Prüfungsteil im Rahmen der Abschlussprüfung
neugeordneter Berufe sowie der neuen
Meisterprüfungsverordnungen ist das Fachgespräch. Es
unterscheidet sich in Bedeutung und Struktur fundamental
von der klassischen mündlichen Prüfung. Im
handlungsorientierten Sinne erfüllt es – neben dem
Nachweis fachspezifischer Kompetenz und der Fähigkeit
zur Darstellung technischer Sachverhalte - den Bereich
des „Kontrollierens“, in dem sich der Prüfling kritisch
und reflektorisch mit seiner praktischen
Prüfungsleistung auseinander setzen muss. Der Prüfer ist
nicht mehr der Fragende, sondern Gesprächspartner.
Bewertet wird nicht mehr vorrangig das Fachwissen,
sondern die fachliche und kommunikative Kompetenz zur
kritischen Darstellung eines komplexen
Sachverhalts. Erste Erfahrungen zeigen, dass die
Durchführung eines Fachgesprächs im Sinne der
Handlungsorientierung für die Prüfer - so wie auch für
viele Prüflinge - eine ungewohnte Aufgabe ist. In
diesem Seminar werden die Strukturen und die Merkmale
von berufsspezifischen Prüfungsgesprächen aufgezeigt und
am praktischen Beispiel eingeübt. Darüber hinaus werden
Bewertungskriterien diskutiert und die Struktur eines
Bewertungsschemas erarbeitet.
Seminarschwerpunkte:
- Merkmale und Struktur des Fachgesprächs
- Vorbereitung des Gesprächs
- Bewertungskriterien im Fachgespräch
- Übungen
Dauer der Veranstaltung: 1 Tag
Teilnehmerzahl: bis 25
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5. Verstehen und
verstanden werden - Verbesserung der Kommunikation in
der Prüfung
Prüfungssituationen sind geprägt von der
persönlichen Beziehung. Der Prüfling wird von
emotionalen Faktoren wie Angst und Unsicherheit oder
sogar einem Ohnmachtsgefühl beeinflusst. Der Prüfer
verspürt den Druck der Verantwortung, Sympathie und
Abneigung oder Müdigkeit und Frustration nach dem x-ten
Prüfling. Das hat Einfluss auf die Sache, um die es
eigentlich geht oder überlagert sie sogar. In diesem
Seminar soll die Wechselwirkung verbaler und nonverbaler
Kommunikation speziell in Prüfungssituationen aufgezeigt
und Möglichkeiten der Verhaltenssteuerung erarbeitet
werden. Dabei bekommen die Teilnehmer die Möglichkeit,
ihre eigenen teils festgefahrenen Verhaltensweisen zu
reflektieren und gemeinsam mit den Prüferkollegen zu
diskutieren und neue Verhaltenswege kennen zu lernen und
einzuüben.
Seminarschwerpunkte:
- Grundlagen der Kommunikation
- Spannungen abbauen, Konfliktsituationen regeln
- Von der Prüfungsfrage zum Prüfungsgespräch –
Rhetorik in der Prüfung
- Fragetechniken in Prüfungssituationen
- Die Transaktionsanalyse – die verschiedenen Rollen
in der Prüfung
Dauer der Veranstaltung: 1
Tag Teilnehmerzahl: 15-20
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6. Berufs- und Arbeitspädagogik
- Die Umsetzung der neuen AEVO/AMVO
Seit 2009 sind AEVO bzw. AMVO neu geregelt. Die
Handlungsfelder sind neu strukturiert, die Anforderungen
in der schriftlichen Prüfung sind komplexer und mit der
Forderung nach fallbezogenen Aufgabenstellungen
handlungsorientierter ausgerichtet. Dies bedeutet für
Prüfungsausschüsse eine andere Herangehensweise an die
Prüfung und für die Dozenten eine neue Gestaltung des
Vorbereitungslehrgangs. In diesem Seminar sollen die
Prüferinnen und Prüfer gemeinsam mit den
verantwortlichen Dozenten über die wesentlichen
Neuerungen informiert werden und Möglichkeiten zur
Gestaltung der Lehrgänge bzw. der Prüfungsaufgaben
kennen lernen.
Seminarschwerpunkte:
- Grundprinzipien der handlungsorientierten Prüfung
- Anforderungen an moderne Prüfungen
- Die Erstellung fallbezogener Aufgaben für die
schriftliche Prüfung
- Anforderungen an die Präsentation/Durchführung der
Ausbildungssituation
- Das Fachgespräch - Von der Prüfungsfrage zum
Prüfungsgespräch
- Entwicklung exemplarischer Aufgaben
- Allgemeine Bewertungskriterien in der
handlungsorientierten Prüfung
Dauer der Veranstaltung: 1 Tag Teilnehmerzahl:
15-20
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